Ein besonderer Tag für unsere Schwangerschaftsberatung: Am 11. September haben wir gemeinsam mit zahlreichen Gästen, Wegbegleiter:innen und Netzwerkpartner:innen das 50-jährige Bestehen der Schwangerschaftsberatung des SkF Koblenz gefeiert. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur der Blick zurück auf fünf Jahrzehnte Beratung und Begleitung, sondern vor allem ein Thema, das viel zu selten öffentlich Gehör findet: weibliche Genitalbeschneidung (FGM/C).
Den Auftakt bildete um 13 Uhr die Eröffnung der Ausstellung „breaking blades – break off FGM/C“. Nach den Begrüßungsworten von Stefanie Coopmeiners führte die Künstlerin und Fotografin Antje Pohsegger persönlich in ihre Ausstellung ein. Sie gab Einblicke in die Entstehung von „breaking blades“ und berichtete von ihren Begegnungen der befragten Frauen und Männer.
Ein besonderer und stiller Moment folgte mit dem Läuten der Friedensglocke. Gemeinsam hielten die Anwesenden eine Schweigeminute für die Frauen und Mädchen, die von weiblicher Genitalbeschneidung betroffen sind. Verbunden damit war der gemeinsame Wunsch, dass diese schwere Menschenrechtsverletzung eines Tages ein Ende findet. Bei einem anschließenden Sektempfang blieb Zeit für erste Gespräche, Begegnungen und einen gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung.
Am Nachmittag ging es in der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung mit der Fachveranstaltung weiter. Nach den Grußworten unserer Vorstandsvorsitzenden Petra Assenmacher, von Yvonne Fritz vom SkF Gesamtverein und Dekan Darscheid folgte ein Fachvortrag von Enjoy Mwendwa zum Thema FGM/C. Sie vermittelte fachliche Hintergründe, gab Einblicke in die Situation betroffener Frauen und Mädchen und machte deutlich, wie wichtig Wissen, Sensibilität und ein gut vernetztes Hilfesystem sind.
Im anschließenden Podiumsgespräch mit Ulrike Eickenbusch (Gynäkologin), Petra Stephan (Solwodi), Enjoy Mwendwa, der Künstlerin Antje Pohsegger sowie unserer langjährigen Mitarbeiterin der Schwangerschaftsberatung Helma Göbel wurde das Thema aus verschiedenen Perspektiven weiter vertieft. Besonders wertvoll war dabei der Austausch mit unseren Gästen und Netzwerkpartner:innen: Auch im Anschluss konnten Fragen, Erfahrungen und Anmerkungen eingebracht werden. Gerade für die Beratung und Begleitung junger Frauen und Mädchen wurde deutlich, wie wichtig ein sensibler, informierter und vertrauensvoller Umgang mit dem Thema ist.
Zum Abschluss klang der Tag in der Atlasbar bei Getränken und Fingerfood in entspannter Atmosphäre aus. Es wurde weiterdiskutiert, sich ausgetauscht, zurückgeblickt und neue Kontakte wurden geknüpft.
Für uns war es eine rundum gelungene Jubiläumsveranstaltung – fachlich bereichernd, bewegend und zugleich geprägt von vielen herzlichen Begegnungen. Wir danken allen, die diesen besonderen Tag mitgestaltet, unterstützt und mit uns gefeiert haben. Und vor allem danken wir allen Gästen, die gemeinsam mit uns einem Thema Aufmerksamkeit gegeben haben, das mehr Öffentlichkeit verdient.
Ein herzliches Dankeschön gilt auch unseren Unterstützern: Lotto Stiftung RLP, Soroptimisten International Koblenz und der Stiftung für Frauen, Trier.













