Neue Bundesregierung muss Frauenrechte stärken

Dortmund, 14.03.2018. „Gleichstellung von Frauen und Männern ist eine Frage der Gerechtigkeit. Sie ist Voraussetzung und Motor für nachhaltige Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft, national und international“, so steht es im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und der SPD, der Grundlage der Regierungsarbeit ist. Gestern wurde Angela Merkel als Bundeskanzlerin wiedergewählt und die Mitglieder der Bundesregierung vereidigt. Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) gratuliert Angela Merkel zu ihrer Wiederwahl und fordert sie auf, gemeinsam mit der Bundesregierung weiter für die Gleichstellung der Geschlechter einzutreten.


Obwohl mit Angela Merkel seit fast 13 Jahren eine Frau Deutschland regiert, ist die Gleichstellung von Frauen und Männern immer noch nicht verwirklicht. Noch immer erhalten Frauen für die gleiche Arbeit weniger Lohn als Männer. Dies und die Tatsache, dass Frauen oft in schlechtbezahlten sozialen Berufen arbeiten und für Sorge- und Pflegearbeit ihre Berufstätigkeit häufiger als Männer unterbrechen, sorgt dafür, dass Frauen für ihre Alterssicherung weniger ansparen können und im Alter häufiger als Männer von Armut bedroht sind.

Die herrschenden strukturellen Bedingungen in Deutschland erschweren Frauen, ihre beruflichen Perspektiven zu realisieren. Frauen und Männer sehen oft nicht die Möglichkeit, die Zeit für den Beruf so aufzuteilen, wie es ihren Vorstellungen eines partnerschaftlichen Miteinanders in der Familie entspricht. Daher fordert die Bundesvorsitzende des SkF, Dr. Anke Klaus: „Die Erwerbs- und Sorgearbeit muss weiter neu gestaltet werden, um Frauen und Männern gleiche Chancen zur Verwirklichung ihrer Lebensvorstellungen zu bieten.“

Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
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