Modellprojekt „Kinder-Interventionsstelle“ (KIST) wird fortgeführt – Land übernimmt die Kosten

Expertinnen und Experten sind sich darin einig, dass sowohl das direkte Erleben von Gewalt als auch das Miterleben von Gewalt in der Elternbeziehung für die betroffenen Kinder und Jugendlichen äußerst belastend, schädigend und häufig auch nachhaltig traumatisierend wirkt.

„Das können wir aus unserer Praxiserfahrung heraus bestätigen“, so Frau Echtermeyer, Fachkraft der KIST Koblenz. „Viele aktuelle Studien sowie unsere eigenen statistischen Erhebungen belegen, dass Kinder und Jugendliche in einem erschreckend hohen Maße Opfer von häuslicher Gewalt werden, auch in Koblenz und den angrenzenden Kreisen. Professionelle persönliche Hilfe bei der Suche nach eigenen Schutz- und Bewältigungsstrategien fehlen meist. Durch die pro aktive Arbeit der KIST können die von gewaltbetroffenen Frauen mit ihren Kindern, nach Kontakt mit der Polizei zeitnah ein Beratungsangebot erhalten.“

Als Frauenfachverband (Träger des Koblenzer Frauenhauses, des Beratungsladens für Frauen & der Interventionsstelle für Frauen), der ebenso in der Kinder- und Jugendhilfe seit gut 120 Jahren in Koblenz etabliert ist, konnte 2018 in Kooperation mit dem Förderverein Haus des Jugendrechts e.V. das Portfolio um „die Kinder -und Jugendinterventionsstelle“, modellhaft befristet auf zwei Jahre - erweitert werden.

„Wir wollen und sehen es als unseren Auftrag an, die Schwächsten unserer Gesellschaft nicht alleine zu lassen“, sagt die Vorsitzende Petra Assenmacher und ergänzt, dass im Zuge der weltweitfestgeschriebenen Rechte für Kinder und Jugendliche, zu deren universellen Verbindlichkeit sich Deutschland verpflichtet, professionelle Anlaufstellen verankert und von öffentlicher Hand ausreichen finanziert werden müssen!

Die Vorsitzende dankt dem hohen Engagement der Mitarbeiterinnen der Koblenzer Interventionsstelle, des Fördervereins Haus des Jugendrechts Koblenz e.V., den zahlreichen Vertretenden der unterschiedlichen Fraktionen, der Koordinierungsstelle IST RLP und dem Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz. „Mit gebündelten Kräften haben wir die Anschlussfinanzierung durch Haushaltsmittel 2021 geschafft!“ so Assenmacher. „Wir hoffen, dass eine Weiterfinanzierung der nächsten Jahre gesichert bleibt und bei allen rheinlandpfälzischen Interventionsstellen für Frauen, in Zukunft ebenfalls eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche angeschlossen wird!“

Für die Umsetzung von Kinder- /Jugend- und Frauenrechten machen wir uns auch weiterhin stark und danken für Ihre Unterstützung.
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