Frauen verdienen mehr!

Dortmund, 18.03.2019. Der heutige Equal Pay Day steht unter dem Motto „Wertsache Arbeit“ und regt dazu an, gleiche Maßstäbe bei der Bewertung von Erwerbsarbeit von Frauen und Männern anzulegen. Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) als Träger von Beratungsstellen und Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege mit mehrheitlich weiblichen Mitarbeitenden fordert dringend notwendige Anhebungen bei der Bewertung sozialer Berufe.

Frauen übernehmen neben der privaten Sorge und Pflege von Angehörigen, auch beruflich den Großteil der Aufgaben in Pflege, Erziehung, Sorge und Therapie sowie in der Dienstleistungsbranche. Die Bezahlung in diesen gesellschaftlich unverzichtbaren Berufsgruppen ist häufig so niedrig, dass Erzieherinnen oder Friseurinnen von ihrem Gehalt
nicht leben, angemessen wohnen können und schon gar nicht für Krankheit und Alter vorsorgen können. Zwingend notwendig ist es, endlich, die Gehälter tariflich anzupassen und Tarifbindungen in den Berufsgruppen zu schaffen, die diese bislang nicht haben, besonders in den Therapie- und Dienstleistungsbereichen. Die Politik ist gefordert, die Leistungen im Sozial- und Gesundheitswesen angemessen zu refinanzieren und ausschließlich diejenigen Träger und Dienstleister zu fördern, die sich an tarifliche Löhne halten. „Es darf nicht sein, dass die öffentliche Hand Lohndumping im sozialen Bereich unterstützt und damit verantwortungsvolle Träger und engagierte Mitarbeiterinnen in Notlagen geraten; das haben Frauen nicht verdient!“, betont Anke Klaus, SkF Bundesvorsitzende.


Nadine Mersch, Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
Agnes-Neuhaus-Str. 5, 44135 Dortmund,
Tel. 0231 557026-25, Fax 0231 557026-60, E-Mail: mersch@skf-zentrale.de