Corona-Krise und das Sozialschutzpaket der Bundesregierung

Liebe Klientinnen und Klienten,

die derzeitige Situation ist für uns alle eine Herausforderung. Wir alle verzichten auf vieles und haben einen stark veränderten Alltag. Häufig ist dieser mehr als eingeschränkt. Vor allem die sozialen Kontakte fallen weg, bzw. sind auf ein Mindestmaß reduziert. Das fällt vor allem den Kindern schwer. Keine Freunde besuchen, kein Kindergarten, keine Schule, noch nicht einmal ein Spielplatzbesuch  und das bei dem wunderschönen Wetter. Die Bundesregierung und auch die EU sind dabei Schutzprogramme zur finanziellen Unterstützung zu schnüren. Wir haben  hier die wichtigsten Informationen über das sogenannte Sozialschutzpaket für Sie zusammengestellt.

Die Regierung hat viele Hilfen bewilligt. Zum Beispiel für die Miete und Energiekosten (Heizung und Strom). Diese sind jedoch für die Menschen, die wegen der Corona-Krise ihre Arbeit verlieren oder in Kurzarbeit sind. Alle Personen, die vor der Corona-Krise bereits vom Jobcenter oder dem Sozialamt ihre Gelder erhalten haben, sind davon NICHT betroffen. Sie erhalten weiterhin ihre Leistung wie bisher und haben somit aus Sicht der Regierung keine finanziellen Einbußen. Auch wenn Ihre Kosten z. B. für Lebensmittel gestiegen sind und die Kinder den ganzen Tag Zuhause sind und jetzt bei Ihnen mitessen. 

Weiterbewilligungsantrag Jobcenter

Sollte Ihr Bewilligungszeitraum zwischen dem 1. März 2020 und dem 30.06.2020 auslaufen, wird ihr Geld automatisch für weitere 6 Monate bewilligt. Sie müssen keinen Weiterbewilligungsantrag stellen. Sollten Sie das zur Sicherheit doch machen wollen, können Sie selbstverständlich die Unterlagen per Post, Mail oder Jobcenter Digital an die Behörde schicken. Sollten Sie unter der bisherigen Hotline-Nummer 0261-57 92 45 780 das Jobcenter Koblenz nicht erreichen, versuchen Sie es bitte auch unter 0261-57 92 45 781. Diese Rufnummer wurde extra wegen der Corona-Krise zusätzlich eingerichtet um eine bessere Erreichbarkeit des Jobcenter Koblenz zu erzielen. Sollten wir für Sie mit dem Jobcenter telefonieren, benötigen wir bzw. das Jobcenter eine Schweigepflichtsentbindung. Diese können wir Ihnen gerne per Mail oder Brief zukommen lassen. Dann können Sie sie unterschreiben und per Mail ans Jobcenter weiterleiten. Eine telefonische Schweigepflichtsentbindung wird in der Regel nicht akzeptiert. Die Mailanschrift des Jobcenters finden Sie auf Ihrem Bewilligungsbescheid.

Mitwirkungspflicht beim Jobcenter 

Die Mitwirkungspflicht bleibt auch in Zeiten von Corona unverändert. Bitte teilen Sie dem Jobcenter jede Änderung so schnell wie möglich mit. Das ist am einfachsten per Mail möglich. Über Jobcenter Digital ist inzwischen auch die Postfachfunktion für das Jobcenter der Stadt Koblenz freigegeben. Dies können Sie ebenfalls nutzten. Selbstverständlich können Sie die
Informationen ebenfalls per Brief schicken. Hier haben Sie allerdings keinen Nachweis über den Eingang Ihrer Unterlagen.


Miete

Ihre Miete müssen Sie bitte weiterhin zahlen. Diese entfällt nicht wegen der Corona-Krise. Für Sozialhilfeempfänger ändert sich diesbezüglich nichts. Auch die Personen, die vorher gearbeitet haben und jetzt arbeitslos oder in Kurzarbeit sind, erhalten sie nicht geschenkt. Sie haben lediglich die Möglichkeit diese zu verringern oder auszusetzen. Die fehlenden Zahlungen müssen jedoch bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nachgezahlt werden und das mit Zinsen.
 

Energiekosten (Strom und Heizkosten)

Bitte zahlen Sie auch unbedingt weiterhin Ihre Energiekosten für Strom und Heizung. Auch hier erhalten nur die Personen, die vor der Corona-Krise gearbeitet haben die Möglichkeit mit den Energieanbietern geänderte Vereinbarungen zu treffen. Auch sie müssen die Kosten zahlen, können diese aber eventuell vorübergehend reduzieren und zu einem späteren Zeitpunkt bezahlen. Die EVM hat auf ihrer Homepage für alle von der Corona-Krise betroffenen Personen, die jetzt finanzielle Einbußen haben ein Kontaktformular hinterlegt. Es ist unter dem Bereich „Service“ und dem Unterpunkt „Zahlungsprobleme“ zu finden. 
Bitte denken Sie unbedingt daran, dass sie mehr Strom verbrauchen wenn Sie mit der ganzen Familie den ganzen Tag über Zuhause sind. Eventuell laufen mehr Elektrogeräte wie Fernseher, Computer, Laptops, Spielekonsolen, Beleuchtung in vielen Räumen gleichzeitig. Vielleicht kochen und backen Sie auch mehr als sonst. Gerade der Elektroherd samt Backofen verbraucht viel Strom. Auch ist vielleicht die Heizung länger auf Warm geschaltet als sonst. Das alles führt zu erhöhten Kosten, die nicht in ihren bisherigen Abschlägen berücksichtigt sind. Bitte notieren Sie möglichst regelmäßig z. B. einmal in der Woche ihre Zählerstände und schauen Sie wie viel Energie Sie verbrauchen.  Wenn Sie Fragen hierzu haben wenden Sie sich gerne an die Energiekostenberatung der Verbraucherzentrale in Koblenz. Unter 0261-30 40 819 erreichen Sie montags bis mittwochs den Mitarbeiter in Koblenz. Weiter können Sie die Energiekostenberatung unter der 0800 60 75 700 sowie per Mail unter energiekosten@vzrlp.de erreichen.
 

Bei weiteren Fragen

Sollten Sie Fragen haben, erreichen Sie uns im Bereich der Sozialpädagogischen Familienhilfe über unsere Diensthandys. Alle weiteren Personen können sich gerne an unsere Allgemeine Sozialberatung unter 0261-30 42 422 wenden. Sollte der Anrufbeantworter eingeschaltet sein, hinterlassen Sie bitte eine Nachricht mit ihrer Telefonnummer. Wir rufen Sie gerne zurück.