Charity Aktion zugunsten des Koblenzer Frauenhauses

Schutz und Sicherheit, dieses Grundbedürfnis tritt in der Corona- Krise für alle in den Vordergrund. Und Schutz hat viele Facetten. Die Kraft der Kunst nutzen in der aktuellen Corona-Zeit, dazu hatte die Koblenzer Künstlerin Sandra Hundelshausen eine ausgefallene Idee. Ihre Initiative nennt sie „Protect by Art“. Konkret zerschneidet sie dazu einige ihrer Kunstwerke und verwandelt sie zusammen mit ihrem Team in Stoffmasken – jede Maske ein Unikat und gleichzeitig Teil eines größeren Bildes. So wird Kunst zur Metapher für das tägliche Leben.

Seit vielen Jahren ist Sandra Hundelshausen in Koblenz als Psychologin und Künstlerin präsent. In Performances malt sie live und verbindet die Kunstformen Tanz, Musik und Malerei. 2019 gründete Sie das Unternehmen „Connect by Art“.
Ihre tiefe Überzeugung:

  • Kunst schafft Verbindungen zwischen Menschen,
  • Kunst stärkt Gesundheit und Wohlbefinden,
  • Kunst bringt Energie und Motivation.

Normalerweise finden unter dem Label Maßnahmen zur Personalentwicklung statt: Teamentwicklung, Betriebliche Gesundheitsbildung, Innovationsförderung. Die Corona- Krise stellte auch hier alles auf den Kopf. Die Inhaberin sagt dazu, „es musste spontan ein neues Format gefunden werden, um die Menschen zu erreichen und unser Hauptanliegen umzusetzen. Die Frage war, wie kann Kunst jetzt hilfreich sein, Ängste mildern, Verbundenheit spürbar machen?“


Das Koblenzer Frauenhaus unter der Trägerschaft des SkF (Sozialdienst katholischer Frauen Koblenz e.V.) bietet seit 20 Jahren Frauen mit ihren Kindern Schutz vor häuslicher Gewalt. Als Psychologin kennt Sandra Hundelshausen einige Geschichten der BewohnerInnen und weiß um die wertvolle Hilfe, die der SkF Familien bereitstellt. Das Frauenhaus ist ein Schutzraum und gleichzeitig ein Sprungbrett in die Freiheit und Selbstbestimmung, für ein neues Leben. Auch dort gilt, Kreativität sprudelt, wenn die Frauen und Kinder einen sicheren Rahmen erleben und die wohlwollende Begleitung der Mitarbeiterinnen spüren. Alexandra Neisius, Leiterin des Frauenhauses, hat schon angekündigt, dass vom Spendenerlös Material angeschafft wird für eigene kreative Projekte.


Die Idee mit den Stoffmasken, die „Vorne aus Kunst - hinten aus Biomolton“ bestehen, hat bisher über 100 Interessenten gefunden. Bei 60Grad waschbar, nicht für den OP, aber fürs Einkaufengehen und Busfahren geeignet, bringen sie Farbe in eine schwierige Situation und lassen die Trägerinnen und Träger spüren: ich bin ein Unikat, und ich bin Teil eines größeren Bildes. Die Masken sind zu erwerben über info@connectbyart.de für 12€ Produktionskosten plus einer Spende an das Koblenzer Frauenhaus. Auch Verbundenheit hat viele Facetten.