100 Jahre Frauenwahlrecht

In diesem Jahr jährt sich das Jubiläum der Einführung des Frauenwahlrechts zum einhundertsten Mal.

Unsere Vereinsgründerin Agnes Neuhaus kämpfte als eine der ersten Frauen in der Nationalversammlung für das Frauenwahlrecht aktiv mit. 1943 gründete sie in Dortmund den katholischen Fürsorgeverein. Dem Grundgedanken folgend, setzen sich heute bundesweit 143 SkF Ortsvereine für in Not geratene Frauen und Kinder ein.

Themen wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf, finanzielle berufliche Gleichstellung, wirtschaftliche Selbständigkeit von Frauen oder ausreichenden Schutz vor Gewalt, stehen für uns heute, neben weiteren Schwerpunkten, im Fokus. Als Ortsverein Koblenz bieten wir seit über 100 Jahren kostenlose Beratung und Unterstützung.

Kurzer historischer Rückblick

Die organisierte Form der bürgerlichen Frauenbewegung begann in Deutschland bereits 1865 mit der Gründung des „Allgemeinen deutschen Frauenvereins“ ADF.

Ziel der bürgerlichen Frauenrechtsbewegung war im Wesentlichen die gesellschaftliche Teilhabe, etwa bei Bildung und Berufstätigkeit.

Die proletarischen Aktivistinnen kämpften bereits um gleiche politische Rechte und stellten die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Frauen in den Mittelpunkt.

Als erste und einzige Partei im Deutschen Kaiserreich sprach sich die SPD 1891 für das Frauenwahlrecht aus und unterstützte die Frauenbewegung öffentlich.

Höhepunkte auf dem Weg zum Stimmrecht waren die Gründungskonferenz des Weltbundes für Frauen 1904 sowie 1917 die Gründung des Deutschen Verbandes für Frauenstimmrecht.

Am 30. November 1918 wurde das aktive und passive Wahlrecht für alle Bürger_innen in der Verordnung über die Wahl zur verfassungsgebenden deutschen Nationalversammlung verankert.

„Alle Wahlen zu öffentlichen Körperschaften sind fortan nach dem allgemeinen freien, geheimen, gleichen und unmittelbaren Wahlrecht aufgrund des proportionalen Wahlsystems für alle mindestens 20 Jahre alten männlichen und weiblichen Personen zu vollziehen:“ (www.bpb.de -hintergrund-aktuell-vom 18.02.2014).

Im Februar 1919 sprach erstmals eine Frau in einem demokratisch gewählten deutschen Parlament!

Hinweise auf (interne) Veranstaltungen folgen.
Stefanie Coopmeiners